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WCS #2 Seoul

Steffen Justus auf hohem Niveau erfolgreich


 

Beim zweiten Stop der World Championchip Series (WCS) in Seoul zeigt Steffen Justus herausragende Form und zeigt mit einem starken vierten Platz, dass auch im weiteren Verlauf des Weltmeisterschaftszirkus mit ihm zu rechnen ist.

Nächste Station des WCS ist am 5. und 6. Juni in Madrid. Nach erst zwei Wettkämpfen sind die Würfel noch lange nicht gefallen und es bleibt weiterhin spannend.

 

Das Rennen aus Steffens Blickwinkel:

Mit dem 4.Platz beim 2.Weltmeisterschaftsrennen in Seoul, konnte ich mich letztes Wochenende über einen überraschend guten Saisoneinstand freuen.

Da die, dies jährige Saisonvorbereitung eigentlich gar nicht so super verlaufen war und ich mit noch etwas Trainingsrückstand in das Rennen gegangen bin, waren meine Erwartungen fürs erste gar nicht mal so groß.

Das wichtigste bei diesem Wettkampf war es im Schwimmen irgendwie die Hauptgruppe zu erwischen und beim Radfahren ohne große Probleme bis zum Laufen zu kommen. Zum Glück für mich waren die Bedingungen, mit Neoprenschwimmen, einer langen Anschwimmgeraden und dem flachen, winkligen Radkurs, genau richtig für dieses Unterfangen. Denn aufgrund des Neoprens war es fast sicher das es eine große Gruppe nach dem Schwimmen geben wird und falls ich doch diesen Zug verpassten würde, wäre es noch möglich gewesen auf den eckigen Radkurs schnell in das Hauptfeld rein zu fahren.

So konnte ich mich dann beim Rennen, nachdem ich als einer der letzten an der ersten Boje angekommen war, irgendwie beim Schwimmen „durchmogeln“ und stieg mit 32 Sekunden auf die Spitze als 52er aus dem Wasser.

Doch da das Feld wie erwartet so Kompakt zum Radfahren gegangen war, fand ich mich ziemlich schnell in der 48 Mann Starken Hautgruppe wieder. Ich habe auch gleich versucht mich nach vorne zu orientieren, um eventuellen Stürzen aus dem Weg zu gehen und nicht zu viel Kraft bei den vielen Antritten auf dem winkligen Radkurs zu verschwenden. Dies ist mir auch bis Mitte der letzten Radrunde gut gelungen. Doch dann wollte jeder auf dem Weg zum 2. Wechsel ganz nach vorne. Dabei konnte ich irgendwie meine Position nicht halten und Stieg ziemlich weit hinten vom Rad.

Als 37er nahm ich dann die letzten 10km Laufen in Angriff, arbeitete mich immer weiter nach vorne und bei Kilometer 4 befand ich mich schon auf Position 4. wieder. Mein Abstand zu den auf Platz 1&2 Laufenden Australier Courtney Atkinson und Teamkollege Jan Frodeno betrug so ca. 15 Sekunden. Auf der dritten Position folgte zu diesem Zeitpunkt mit 5 Sekunden Vorsprung der Australier Brad Kahlefeldt. An diesen versuchte ich dann noch heran zu laufen. Doch das war mir nicht möglich, denn durch die Aufholjagt auf den ersten Kilometern hatte ich zu viel Kraft gelassen und so würde der Abstand zu Kalefeld wieder größer. Zwei Kilometer Später schloss dann sogar der Russe Brukhankov zu mir auf und wir liefen bis zum letzten Kilometer Schulter an Schulter. So ca. 800m vor dem Ziel habe ich dann noch einmal alles gegeben, konnte mich ein paar Meter von dem Russen lösen und hielt diesen Vorsprung ich auch bis zum Ziel. So konnte ich mich als vierter, hinter Jan Frodeno und den zwei Australiern über einen gelungen Saisoneinstand freuen.

In den kommenden Wochen, bis zum nächsten WCS Rennen am 6.6. in Madrid, werde ich jetzt weiter hart an meiner Form arbeiten und versuchen mein Defizit im Schwimmen und Radfahren aus zu besser.

Vielen Dank an alle fürs Daumen drücken und hoffentlich kann ich bald weiter erfolgreich berichten. Bis bald, Euer Steffen